Was ist das Curing von Cannabis?
Das Curing (Aushärten) von Cannabis ist der letzte Schritt nach der Ernte: Die bereits getrockneten Blüten werden mehrere Wochen in geschlossenen Behältern gelagert, damit sie ausreifen und an Aroma, Geschmack und Milde gewinnen. Viele lassen diesen Schritt aus, dabei macht er einen großen Unterschied.
Wenn du die Pflanze erntest, enthalten die Blüten viel Wasser. Zuerst werden sie getrocknet und danach gecured. Das sind zwei verschiedene Schritte, die oft verwechselt werden.
Ähnlich ist es bei Wein oder gereiftem Käse: Die Ruhezeit unter guten Bedingungen verbessert den Geschmack.
Der Unterschied zwischen Trocknen und Curing
- Trocknen: Die Blüten verlieren den größten Teil ihres Wassers. Meist werden die Äste dafür an einem dunklen, kühlen und gut belüfteten Ort aufgehängt, und das dauert je nach Klima und Größe der Blüten etwa ein bis zwei Wochen.
- Curing: Es beginnt, wenn die Blüten außen trocken sind. Sie kommen in luftdichte Gläser, meist aus Glas, und dürfen dort ruhen. Die Feuchtigkeit, die noch im Inneren der Blüte steckt, verteilt sich nach und nach, und Reste wie das Chlorophyll, das für den Geschmack nach „grünem Gras“ verantwortlich ist, bauen sich ab. In den ersten Wochen öffnest du die Gläser ab und zu, damit Feuchtigkeit entweicht und frische Luft hineinkommt.
Wie lange dauert es?
Empfohlen werden meist mindestens zwei bis drei Wochen, und viele Grower lassen es einen oder mehrere Monate laufen.
Warum es sich lohnt
- Mehr Aroma und Geschmack: Die Terpene, also die Duftstoffe, bleiben besser erhalten.
- Mehr Milde: Der Rauch ist weniger kratzig.
- Bessere Haltbarkeit: Eine gut gecurte Blüte bleibt länger in gutem Zustand.
Ein Hinweis: Wenn die Blüten zu feucht ins Glas kommen, kann Schimmel entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass das Trocknen gut gemacht ist, bevor du mit dem Curing beginnst.
Verwandte Begriffe
Bevor du anbaust, informiere dich über die Gesetze in deinem Land: Der Anbau von Cannabis ist nicht überall erlaubt.