Was sind Internodien?
Internodien sind die Stängelabschnitte zwischen einem Knoten und dem nächsten; der Knoten ist die Stelle am Stängel, an der Blätter und Äste wachsen. Ihre Länge bestimmt, ob eine Pflanze kompakt oder lang gestreckt ist.
Wenn du dir den Hauptstängel einer Cannabispflanze ansiehst, erkennst du, dass Blätter und Äste nicht irgendwo wachsen, sondern an bestimmten Stellen: den Knoten. Das glatte Stück Stängel zwischen zwei Knoten ist das Internodium.
Stell es dir wie ein Bambusrohr vor: Die Ringe sind die Knoten, die Abschnitte zwischen den Ringen die Internodien.
An den Knoten bilden sich später die Blüten. Deshalb beeinflusst der Abstand zwischen ihnen, wie die Pflanze am Ende aussieht.
Kurze und lange Internodien
- Kurz: Die Pflanze bleibt niedrig und buschig, mit dicht beieinander sitzenden Blüten. Typisch für Indica-Sorten.
- Lang: Die Pflanze wird höher und offener, mit mehr Luft zwischen den Blüten. Typisch für Sativa-Sorten.
Keine Variante ist besser als die andere. Kurze Internodien nutzen den Platz indoor gut. Lange lassen die Luft besser zirkulieren, was in feuchtem Klima hilft, Schimmel zu vermeiden.
Was verraten dir die Internodien über deinen Anbau?
Neben der Genetik spielt das Licht eine Rolle. Wenn eine Pflanze zu wenig Licht bekommt oder die Lampe zu weit weg ist, verlängert sie ihre Internodien, um das Licht zu „suchen“, und wächst spillerig und schwach. Wenn du sehr hohe, dünne Sämlinge mit großem Abstand zwischen den Knoten siehst, brauchen sie wahrscheinlich mehr Licht.
Auch während des Stretch, des Wachstumsschubs zu Beginn der Blüte, werden die Internodien länger.
Viele Anbautechniken richten sich nach den Knoten. Beim Topping zum Beispiel wird die Spitze direkt über einem Knoten abgeschnitten.
Verwandte Begriffe
Bevor du anbaust, informiere dich über die Gesetze in deinem Land: Der Anbau von Cannabis ist nicht überall erlaubt.