Was ist eine Indica-Pflanze?
Eine Indica-Pflanze ist ein niedriger, kompakter Cannabistyp mit breiten Blättern, der meist in kürzerer Zeit blüht als eine Sativa. Ihre Wirkung wird normalerweise als entspannend und eher körperlich beschrieben.
Indicas stammen aus den Bergregionen Zentralasiens, etwa aus dem Hindukusch zwischen Afghanistan und Pakistan. Dort sind die Sommer kurz und das Klima ist rau, und so entstanden robuste, schnelle und sehr harzige Pflanzen.
Im Vergleich zu einer Sativa siehst du den Unterschied auf den ersten Blick: Die Indica ist wie ein niedriger, breiter Busch mit dicken Blattfingern in Dunkelgrün, während die Sativa höher, gestreckter und feinblättrig ist.
Wie sieht eine Indica-Pflanze aus?
- Höhe: niedrig bis mittel, mit kurzen, dicht beieinander stehenden Ästen.
- Blätter: breit und dunkelgrün.
- Blüten: dicht, kompakt und sehr harzig.
- Blütezeit: Die Phase, in der die Pflanze ihre Blüten bildet, ist meist kürzer als bei Sativas. In jeder Produktbeschreibung siehst du die Zeit, die die Samenbank angibt.
Gibt es heute noch reine Indicas?
Sehr wenige. Nach Jahrzehnten von Kreuzungen sind fast alle Sorten im Handel Hybriden, also Mischungen aus Indica und Sativa in verschiedenen Anteilen. Wenn in einer Beschreibung „Indica“ oder „überwiegend Indica“ steht, heißt das, dass die Pflanze in diese Richtung tendiert.
Was bedeutet „Indica“ in einer Sortenbeschreibung?
Sieh es als praktische Orientierung zu zwei Dingen: dem Pflanzentyp, den du anbauen wirst (kompakt, mit kürzerer Blüte, gut für kleine Räume), und der Art von Wirkung, die man meist mit ihr verbindet (entspannend, eher körperlich). Es ist keine Garantie: Jede Sorte und jede Pflanze hat ihren eigenen Charakter.
Wenn du eine handliche Pflanze für indoor oder eine ruhige Wirkung suchst, sind indicadominante Sorten ein guter Ausgangspunkt.
Verwandte Begriffe
Bevor du anbaust, informiere dich über die Gesetze in deinem Land: Der Anbau von Cannabis ist nicht überall erlaubt.